Ein Leitfaden zu Textilzertifizierungen: Wie du das Etikett liest
Das Wichtigste in Kürze
- Der Dschungel der Siegel: Auf Kleidung finden sich heute viele Siegel. Eine Zertifizierung ist ein Weg, zu prüfen, worauf eine Aussage beruht.
- Die zwei, die wir tragen: Für uns zählen die zwei Standards, die unser Leinen tatsächlich trägt: European Flax® (Rückverfolgbarkeit) und OEKO-TEX® Standard 100 (Sicherheit), mit den Zertifikaten BVFR10502602 und 2017OK0319.
- Mehr als das Siegel: Ein Zertifikat ist ein Anfang. Ebenso wichtig ist zu wissen, wer ein Stück fertigt und wo.
Die Prinzipien hinter unseren Stücken
Gute Kleidung ist mehr als eine Faser auf einem Etikett. Sie ist eine Haltung zu Gestaltung, Produktion und dazu, wie ein Stück getragen wird.
Bei HACOY definieren wir sie über drei Säulen:
- Herkunft der Materialien: Fasern verwenden, deren Herkunft wir benennen können, wie Leinen aus Flachs, der in Frankreich, Belgien und den Niederlanden angebaut wird.
- Faire Arbeit: Wissen, wer das Kleidungsstück näht und unter welchem Arbeitsrecht (daher unsere Produktion in Italien und Litauen).
- Langlebigkeit: Stücke gestalten, die gemacht sind, um zu bleiben. Das Kleidungsstück, das du weiter trägst, ist jenes, das du nicht ersetzen musst.
Die Zertifizierungen entschlüsseln
Auf dem Etikett eines Kleidungsstücks siehst du vielleicht verschiedene Logos. Das bedeuten sie tatsächlich.
European Flax® (Rückverfolgbarkeit für Leinen)
Dies ist die Garantie für die Rückverfolgbarkeit hochwertiger Leinenfasern, die in Westeuropa angebaut werden (Frankreich, Belgien, Niederlande).
- Was es bedeutet: Flachs, der mit Regenwasser und wenig oder gar keiner zusätzlichen Bewässerung wächst, ohne Gentechnik, wobei die ganze Pflanze genutzt und nicht verworfen wird.
- Warum wir es verwenden: Es gibt uns Rückverfolgbarkeit darüber, wo unsere Leinenfaser angebaut wird und wie sie bewirtschaftet wird.
OEKO-TEX® Standard 100
Es bestätigt, dass der zertifizierte Artikel, ein Garn, ein Stoff oder ein fertiges Kleidungsstück, auf Schadstoffe geprüft wurde. Ein Stoffzertifikat gilt für den Stoff, nicht für Knöpfe oder Faden.
- Was es bedeutet: Der zertifizierte Artikel wurde anhand der Grenzwerte des OEKO-TEX Standard 100 auf Schadstoffe geprüft und hat bestanden. Das umfasst Substanzen wie bestimmte Farbstoffe und Schwermetalle.
- Warum wir es verwenden: Was du trägst, liegt den ganzen Tag auf deiner Haut. Wir möchten dafür einen unabhängigen Test vorweisen.
GOTS (Global Organic Textile Standard)
Der weltweit führende Standard für Biofasern.
- Was es bedeutet: Er umfasst die gesamte Lieferkette, von der Ernte der Rohstoffe bis zur umwelt- und sozialverträglichen Herstellung.
- Warum es wichtig ist: Er verbietet giftige Pestizide und gewährleistet sichere Arbeitsbedingungen.
FSC (Forest Stewardship Council)
Oft auf Verpackungen oder Etiketten von Viskose/Rayon zu sehen.
- Was es bedeutet: Der Zellstoff, aus dem die Faser (oder der Karton) hergestellt wird, stammt aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern, nicht aus bedrohten Urwäldern.
Der ungeschriebene Standard: radikale Transparenz
Zertifizierungen sind entscheidend, doch für kleine Höfe und Betriebe sind sie oft teuer. Deshalb glauben wir an einen Standard, der über das Siegel hinausgeht: die Menschen zu kennen, die unsere Stücke fertigen.
Wenn du den Namen deines Fabrikbesitzers kennst (so wie wir unsere Partner in Litauen und Italien kennen), verlässt du dich nicht nur auf ein Zertifikat. Du verlässt dich auf eine Beziehung.
Fazit
Eine Zertifizierung ist eine Landkarte. Sie hilft dir, dich in den Siegeln auf einem Kleidungsstück zurechtzufinden.
Achte beim nächsten Einkauf auf das Logo. Aber wichtiger noch: Achte auf die Geschichte dahinter.
Frag, woher der Stoff stammt. Wir erzählen es dir immer gern.
Mit Hilfe von KI geschrieben, von HACOY in München redigiert.
